im Laufe von 20 Jahren haben alle Regierungen Estlands die öffentlichen Finanzen in guter Ordnung, das Steuersystem einfach, die Steuern niedrig und die Wirtschaft offen für ausländische Investitionen gehalten.
Eine strenge Verfolgung dieser Prinzipien hat dazu geführt, dass Estland heute die niedrigste Staatsverschuldung, die stärkste Haushaltsposition sowie das am schnellsten wachsende Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union hat. Estland wird sowohl von ausländischen Investoren als auch Ratingagenturen vertraut. Unser Banksystem ist stark. Die Korruption in Estland ist am niedrigsten in der Region. Unsere Wirtschaft ist flexibel und passt sich schnell an geänderte Bedingungen an.
Im Index of Economic Freedom 2011 hält Estland in der Rangliste der Wirtschaftsfreiheit der Welt den 14. Platz und gehört zu den Top 5 Staaten in Europa. Unternehmerschaft ist einfach in Estland. Ein Unternehmen kann über Internet innerhalb von nur 15 Minuten ohne Stammkapitaleinzahlung gegründet werden.
Seit einem Jahr sind wir Mitglied des Euro-Währungsgebiets. Estland ist wieder attraktiv für ausländische Direktinvestitionen geworden und der Euro hat den Handel mit anderen EU-Mitgliedern gefördert. Im Vergleich zu der Zeit vor der Krise am Anfang des 2008 waren die ausländischen Direktinvestitionen bis Mitte 2011 um 15% gestiegen. Aufgrund der neuesten Angaben war der Export unserer Waren in den ersten 9 Monaten 2011 um 47% höher als in der gleichen Zeit vor einem Jahr. Mehr als 70% unseres Exports gehen in andere Mitgliedstaaten der EU und deshalb ist es wichtig für ausländische Investoren, nicht durch Wechselkursrisiken bedroht zu werden. Der Euro hat Estland Zuverlässigkeit verleiht.
Wir in Estland wissen, dass eine Garantie für steigende Wettbewerbsfähigkeit die Strebung nach modernen und intelligenten Lösungen sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung sind. Die Ausgaben in diesem Bereich sind auf 1,63% des Bruttoinlandsprodukts gestiegen. Wir haben vor, die Investitionen im Forschungs- und Entwicklungsbereich bis zum 2015 auf 2% des BIP und bis zum 2020 auf 3% zu erhöhen.
Bald werden die innovationsgierigen Esten einen interessanten Ausgang haben im Laufe des 2012 wird Estland mit Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge bedeckt, die einen weitverbreiteten Einsatz von umweltfreundlichen neuen Elektrofahrzeugen ermöglichen. Das Netzwerk der Ladestationen wird alle größeren Siedlungen, große Straßen sowie wichtigste Transportterminals umfassen.
Während in der Weltwirtschaft viele Unsicherheiten gibt, ist die Position Estlands stärker als nie zuvor. Wir sind eine am schnellsten entwickelnde Wirtschaft in der EU, unsere Staatsverschuldung ist am niedrigsten, estnisches Arbeitsgesetz ist am liberalsten in der EU und unser Geschäftsklima ist klar und unternehmerfreundlich. Ich lade Sie herzlich ein, daran teilzunehmen.
ANDRUS ANSIP
Ministerpräsident
der Republik Estland